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Das Begehren von Sexpuppen
Taz Talk über humanoide Sextoys
Sie haben sich von aufblasbaren Puppen zu fast lebensechten Gefährtinnen entwickelt
Heutige Sexpuppen haben kaum mehr etwas mit den Frauenkarikaturen früherer Zeit zu tun. Nicht nur verfügen die als „Liebespuppen“ oder „Companions“ bezeichneten Objekte über erstaunlich realistischen Gesichts- und Körperausdruck. Sie sind inzwischen auch mit Robotertechnik und künstlicher Intelligenz ausgestattet, die Sprechen, Bewegungen und Mimik lebensnah erscheinen lassen.
Ein taz Queer Talk mit Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener.
14.4.2026. 19:00 Uhr Livestream

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Expertin für True Crime, Interview/Kommentar in dem Podcast:
#61 Gertraud: Im Goldenen Handschuh
Hamburg, Dezember 1970: Gertraud Bräuer lebt auf St. Pauli – ohne festen Wohnsitz, alkoholkrank, ohne Sicherheit. Nach einem Abend in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh” begegnet sie einem Mann, den viele auf dem Kiez nur “Fiete” nennen. Wenig später ist sie tot. Diese Folge erzählt von Gertraud – einem der vier Opfer des Serienmörders Fritz Honka. Und von einem Leben, das geprägt war von Gewalt, Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Während der Täter vielfach porträtiert wurde – in Zeitungen, Filmen, Podcasts – blieb Gertrauds Geschichte lange im Schatten. Dabei erzählt sie viel über das Frauenbild der 60er und 70er Jahre in Deutschland, in dem Armut stigmatisiert und manche weibliche Lebensrealitäten entwertet wurden. Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener ordnet den Fall gesellschaftlich und medial ein und erklärt, warum es so schwer ist, die Stimmen der Opfer hörbar zu machen. Und warum es um mehr geht als nur um einen einzelnen Mordfall: um Sprache, Macht und Erinnerung.
„12 Leben – Verbrechen an Frauen“ ist ein Podcast von Podimo.
Hosts: Helen Schulte und Massimo Maio
Autorin dieser Folge: Kiana Lensch
Schnitt und Sound: Frieder Maurer & Luca Sartori (hipitch)
Ausführende Produzentin: Madeleine Petry

Kuratorische Kooperation
KI_LOVE: Lotta Stöver, Arvida Byström, Stine Deja & Marie Munk
24.10.2025 – 08.02.2026
Galerie Mitte in Bremen – Kuratorinnen: Rebekka Kronsteiner & Ele Hermel
in Kooperation mit Susanne Regener (Berlin / Kopenhagen)
Mit Begleitprogramm – Web: galeriemitte.eu
Wir leben in einer Welt voller Sehnsucht nach persönlicher Anerkennung, nach Gefühlsausdruck und nach Glück in Partner:innenschaften. Doch was passiert, wenn diese dazugehörigen Menschen fehlen oder als unzureichend empfunden werden? Verschiedenste Technologien stellen uns schon länger Surrogate zur Verfügung, wie humanoide Chatbots, KI Bots, Sex- oder Liebespuppen. Sie entwerfen das Verhältnis von «real» und virtuell/digital neu, das wir mit dieser Ausstellung diskutieren wollen. Neue Formen von geschlechtlicher Objektifizierung, Ideen von Verfügbarkeit und Fetischisierung des Körpers werden mit humanoiden Robotern in Irritation gebracht. Welchen Einfluss haben «Gummipuppen», virtuelle Körper, KI-generierte und kundengestaltete Bots auf Geschlechtervorstellungen? Erweitern sie unsere Vorstellungen von Geschlecht und Körper (Neosexualitäten) oder gibt es durch sie eine Engführung auf Klischees? Haben wir es mit Objekten und Entwürfen, neuartiger Verbindungen von Mensch mit Maschine zu tun oder lediglich mit Abziehbildern aus Instagram und Pornowelten? Wie verhalten sich Daten und Körper zueinander und welche Folgen hat das für unsere technologisch-medial vermittelte Realität?
Die Ausstellung wird durch ein diskursives Begleitprogramm mit Filmen, Vorträgen und Diskussionen ergänzt.
Einführungen & Filmgespräche/ Introductions & post-screening talks
Prof. Dr. Susanne Regener Kulturwissenschaftlerin, Jula Schürmann Kunst- und Filmwissenschaftlerin
07.11.2025: «Die Puppe» (Ernst Lubitsch, DE 1919)
05.12.2025: «Her» (Spike Jonze, USA 2013)
16.01.2026: «Ich bin dein Mensch» (Maria Schrader, DE 2021)
VORTRÄGE
18.01.2026, 16:00–18:00 Uhr. Online-Vortrag (via Zoom) & Diskussion/ Online talk (via Zoom) & discussion
Prof. Dr. Marco Dehnert University of Arkansas, USA
«Zwischen Liebe und Sex: Künstliche Companions, Intimität und zutiefst menschliche Verbindungen»
30.01.2026, 18:00–20:00 Uhr Vortrag & Diskussion in der Galerie Mitte /Talk & discussion
Prof. Dr. Susanne Regener, Universität Siegen
«KI-Frauen – Zur Kulturgeschichte robotisierter Puppen»
We live in a world where people long for personal recognition, emotional expression, and happiness in relationships. But what happens when the people we need are absent or inade quate? Various technologies have long offered surrogates in the form of humanoid chatbots, AI bots, sex dolls, and love dolls. These technologies are redefining the relationship between the «real» and the virtual/digital, a topic we want to explore in this exhibition. Humanoid robots are challenging new forms of gender objectification, ideas of availability, and the fetishisation of the body. How do «rubber dolls», virtual bodies, AI-generated bots, and customer-designed bots influence gender perceptions? Do they broaden our perceptions of gender and the body, or do they reduce them to clichés? Are we dealing with objects and designs for new types of connections between humans and machines or merely decals from Instagram and porn? How do data and bodies relate to each other, and what are the con sequences for our technologically and media mediated reality?
A discursive public programme of films, lectures, and discussions accompanies the exhibition. Curators Ele Hermel and Rebekka Kronsteiner are collaborating on this project with cultural scientist Susanne Regener (Berlin and Copenhagen).

Vorträge
Mai 2024: Medizinhistorischen Institut des UKE Hamburg
„Zur Fabrikation der pathologischen Hand“
Der Vortrag untersucht aus kulturhistorischer Sicht die Rolle von Handabgüssen, Hand-Moulagen und Fotografien in der Geschichte der Medizin und der Kriminalanthropologie.
Schnittstellen
Wissenschaftliches Kolloquium zur Geschichte, Ethik und Museologie der Medizin
https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/veranstaltungsprogramm/veranstaltungen/schnittstellen_sose2024.html

Aktuelle Publikation
Susanne Regener (Hg.), Andere Sehen. Fotografische Bilder und Selbstbilder, Heft 174, Jg. 44 (2024)
Editorial als PDF
Hier zu bestellen: https://fotogeschichte.info/bisher-erschienen/hefte-150-175/174
FOTOGESCHICHTE ist eine international renommierte Fachzeitschrift, die sich mit den Themen Fotografie und Gesellschaft beschäftigt. Sie begreift Fotografie als kulturelles, politisches, ästhetisches und soziales Phänomen. Und sie interessiert sich auch für das gesellschaftliche und ästhetische Umfeld fotografischer Bilder. FOTOGESCHICHTE sieht Fotografiegeschichte als Kultur- und Gesellschaftsgeschichte.

Ausstellungsbesprechung in der TAZ
In den Hirnwindungen des Revolutionärs
https://taz.de/Ausstellung-ueber-umstrittenen-Neurologen/!6076630
Lenins Tod. Eine Sektion. Psychiatrie, Pathologie, Propaganda: bis 21. 1. 2026, Medizinhistorisches Museum Hamburg (auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf)

Aktuelle Forschung
Harpers Bazaar
Visuelle Kulturgeschichten über Hände