Susanne Regener


Professorin (em.) für Mediengeschichte/Visuelle Kultur an der Universität Siegen
Kulturwissenschaftlerin, Dr. phil. habil.
Ich bin 1957 in Bremen geboren und aufgewachsen. Zunächst in Kiel und dann in Hamburg studierte ich kulturwissenschaftliche Fächer (Volkskunde/Europäische Ethnologie, Vor- und Frühgeschichte, Skandinavistik) und sozialwissenschaftliche (Soziologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte). Nach der Promotion an der Universität Hamburg im Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie und der Habilitation mit der Venia Legendi in Kulturwissenschaft an der Universität Bremen war ich mit Gast- und Vertretungsprofessuren an verschiedenen Universitäten tätig in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark. Ich habe dort folgende Fächer vertreten: Empirische Kulturwissenschaft, Gender Studies, Theorie und Geschichte der Fotografie, Moderne Kultur, Medienwissenschaft. Ein solcher Karriereweg über mehrere Universitäten und Fachrichtungen war durchaus üblich für eine Frau in dieser Zeit, eben zumeist schwieriger als für genauso ambitionierte Männer.
Vor etwa zwanzig Jahren war ich Gastprofessorin an der Danmarks Pædagogiske Universitet in Kopenhagen und habe dort sowie gleichzeitig an der Universitet Lund/Schweden ein Professorat abgelehnt, um dem Ruf auf den Lehrstuhl Mediengeschichte mit dem Schwerpunkt Visuelle Kultur an der Universität Siegen zu folgen. In der bereits seit den 1980er Jahren medienwissenschaftlich orientierten philosophischen Fakultät wurde damals die Medienwissenschaft mit den verschiedenen Bereichen von Theorie, Geschichte, Ästhetik, Medienpraxis neu etabliert.
Ich wurde außerdem parallel dazu für zehn Jahre (2012-22) zur affiliate professor/in an der Universität Kopenhagen im Bereich Europäische Kulturwissenschaft ernannt. Langjährige Kontakte zu Kolleg:innen führen immer wieder zu gemeinsamen Projekten.
Die Schwerpunkte meiner Forschung sind kurzgefasst: Geschichte und Theorie visueller Kulturen insbesondere die fotografische Fabrikation gesellschaftlicher Außenseiter, wie Kriminelle, psychisch Kranke, verfolgte Homosexuelle, Rom*nja und hospitalisierte alte Menschen. Studien zu verschiedenen medialen Darstellungsformen von Verbrechen und Tätern, True Crime, zur gesellschaftlichen Bewertung und Abwertung von Menschen (Othering) und der Bedeutung des (fotografischen) Bildes in Prozessen der Normierung und Ausgrenzung.
Ich lebe in Berlin und bin mit verschiedenen Forschungs- und Schreibprojekten beschäftigt. Ich bin Gutachterin/Censor an den Universitäten Aarhus und Kopenhagen und in Berlin ehrenamtlich tätig.
Über diese und frühere Aktivitäten können Sie hier etwas erfahren, Texte herunterladen und gern auch mit mir ins Gespräch kommen.
Eine ausführliche Biografie gibt es hier (PDF)